* 1972 in Waiblingen b. Stuttgart
Malerin und Grafikerin
Ines Doleschal beschäftigt sich in ihrer Kunst vor allem mit der städtischen Architektur. Indem sie fotografisch oder zeichnerisch festgehaltene Gebäude dekonstruiert und neu zusammensetzt, ergeben sich farbintensive Malereien und Collagen, die – zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changierend – ebenso kühne wie präzise Raumstrukturen und Architekturdetails zeigen. Das Schaffen der Künstlerin wird maßgeblich von ihrem Interesse an den Farb- und Formkompositionen des Bauhauses beeinflusst. Die Serie „Bauhaus, weiblich“ widmete sie den Weberinnen am Bauhaus, wie Gunta Stölzl, Otti Berger oder Friedl Dicker.
Als Kuratorin von Ausstellungen wie KLASSE DAMEN! im Schloss Berlin-Biesdorf und Mitinitiatorin des Vereins fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen e.V. setzt sich Doleschal für mehr Repräsentanz und Geschlechtergerechtigkeit im Ausstellungsbetrieb sowie für die Vereinbarkeit von künstlerischem Schaffen, Mutterschaft und Familienleben ein.
Ines Doleschal studierte von 1992 bis 1995 Kunstgeschichte und Anglistik an der Universität Tübingen. Nach einem einjährigen Studienaufenthalt in London am renommierten Goldsmiths College absolvierte sie von 1996 bis 2001 ein Studium der Malerei und Kunsterziehung bei Elly Strik und Udo Scheel an der Kunstakademie Münster. In Berlin beschloss sie ihre Ausbildung 2004 mit einem Master of Arts an der Universität der Künste.
Seitdem präsentiert sie ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen. Werke der Künstlerin befinden sich in Sammlungen wie der Marli Hoppe-Ritter Sammlung/Waldenbuch, der Städtischen Galerie Ostfildern, der Sammlung Stadler München, der Graphothek Berlin sowie in Privatbesitz in Argentinien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland.
Die Künstlerin hat drei Kinder und lebt und arbeitet in Berlin.