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Walther Klemm
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* 18. Juni 1883 in Karlsbad (Österreich-Ungarn); † 11. August 1957 in Weimar
 
Deutscher Maler und Grafiker und Illustrator
 



 



Walther Klemm studiert an der Wiener Kunstgewerbeschule und belegt gleichzeitig das Fach Kunstgeschichte an der Wiener Universität. 1904 zeigt er Arbeiten auf der Ausstellung der Wiener Secession und ist durch Ankäufe erfolgreich. Von 1904 bis 1907 lebt er in Libotz bei Prag, wo zahlreiche farbige Tierholzschnitte entstehen. 1908 siedelt er in die Künstlerkolonie Dachau bei München über. Sein Ölbild „Eisläufer auf der Amper“ trägt ihm 1910 die Mitgliedschaft in der Berliner Secession ein. Im Jahr darauf wird sein Schaffen auf der Internationalen Kunstausstellung in Rom mit dem Preis für Grafik gewürdigt. In den Jahren 1911 und 1912 erscheinen auch die ersten, z.T. farbigen Holzschnitt-Zyklen. 1913 wird Klemm von der Hochschule für Bildende Kunst in Weimar als Professor und Leiter der grafischen Abteilung berufen. In Weimar entsteht eine große Anzahl von Tierdarstellungen und  Illustrationen. Als 1919 die Hochschule für bildende Kunst sowie die Kunstgewerbeschule zum Staatlichen Bauhaus vereinigt werden, sind u.a. Lionel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee seine Kollegen. 1927 erhält er die Goldmedaille für Malerei auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in Nürnberg. In der Zeit des Nationalsozialismus ist Klemm als Lehrer geduldet und durch den internationalen Ruf seines grafischen Werks einigermaßen geschützt. Nach 1945 erwirbt er sich Verdienste beim Wiederaufbau und wird 1952 Ehrensenator der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar.