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Laible, Otto
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* 14. Januar 1898 in Haslach im Kinzigtal; † 22. April 1962 in Haslach 
 
Deutscher Maler
 
Otto Laibles Werk ist stark von der französischen Malerei beeinflusst. Seine Gemälde zeigen eine höchst feinfühlige malerische Nuancierung.
 
Laible absolviert von 1912 bis 1915 eine Graveurlehre. Nach seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg besucht er die Kunstgewerbeschulen in Karlsruhe und Pforzheim und studiert von 1921 bis 1929 an der Badischen Landeskunstschule Karlsruhe (heute Akademie der Bildenden Künste), wo er ab 1924 Meisterschüler von Ernst Würtenberger ist. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen wird Laible mit mehreren Stipendien ausgezeichnet, die ihn zwischen 1924 und 1932 immer wieder nach Frankreich, vor allem nach Paris, führen. Studienzeiten an dortigen Akademien und die französische Malerei, insbesondere der Impressionismus, vermitteln ihm wichtige Impulse für sein eigenes Schaffen. In Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden gibt er die Atmosphäre und das Großstadtleben von Paris – z.B. die typischen Cafés –  wieder. 1927 wird der Künstler Mitglied der Badischen Secession, der u.a. auch Karl Hofer und Alexander Kanoldt angehören. Ab 1929 ist Laible als freischaffender Kunstmaler in Karlsruhe tätig. Sein Werk wird 1932 mit dem Badischen Staatspreis und dem Kunstpreis der Stadt Karlsruhe gewürdigt. 1933 wird der Maler für den Villa-Massimo-Preis und eine Professur an der Badischen Landeskunstschule vorgeschlagen. Die Nationalsozialisten lehnen diese Vorschläge jedoch wegen Laibles frankophiler Haltung ab und zerstören damit seine vielversprechende Karriere. Bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht 1939 lebt und arbeitet der Künstler zurückgezogen. Ende 1945 kehrt er aus englischer Kriegsgefangenschaft nach Karlsruhe zurück. Hier wurden sein Atelier und viele seiner Werke 1944 bei einem Luftangriff auf die Stadt zerstört. An der 1947 wiedereröffneten Kunstakademie leitet Laible zunächst eine Zeichenklasse, ab 1958 eine Malklasse. 1949 wird er zum Professor ernannt. 1955 gründet er den Künstlerbund Baden-Württemberg mit. Nach seinem Tod würdigen zahlreiche Ausstellungen sein Schaffen.