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Karl Peter Röhl
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* 12. September 1890 in Kiel; † 25. November 1975 in Kiel
 
Deutscher Maler und Grafiker



Karl Peter Röhl bewegt sich in den 1920er Jahren in den Zentren der künstlerischen Avantgarde.



Röhl schließt 1909 seine Malerlehre mit der Gesellenprüfung ab. Zur Erweiterung seiner Kenntnisse und Fähigkeiten besucht er bis 1914 die Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Kiel, die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin sowie die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule in Weimar. 1919 gehört Röhl zu den Ausrichtern der „Sonderausstellung der Expressionistischen Arbeitsgemeinschaft Kiel“ (Kieler Revolutionsexpressionisten). Von April 1919 bis zum Frühjahr 1921 ist er am neu gegründeten Staatlichen Bauhaus in Weimar als Schüler eingeschrieben. Er erhält ein eigenes Atelier und gestaltet das erste Bauhaus-Signet, das „Sternenmännchen“. 1922 beteiligt sich Röhl am Internationalen Kongress der Konstruktivisten und Dadaisten, der die wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Avantgarde nach Weimar führt. Im Jahr darauf nimmt er an der Konstruktivisten-Ausstellung in Jena teil, die Walter Dexel, Willi Baumeister und Erich Buchholz organisieren. 1924 stellt er zusammen mit El Lissitzky, Theo van Doesburg, Hans Richter u.a. in Berlin aus. Nach seiner Ausbildung am Bauhaus ist Röhl Meisterschüler an der ebenfalls neu gegründeten Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst Weimar bei Walther Klemm. Ab 1926 leitet Röhl die Vorklasse an der Städelschule in Frankfurt am Main. 1942 wird er zur Wehrmacht eingezogen und gerät an der Front in Gefangenschaft. Nach Kiel zurückgekehrt, arbeitet er ab 1946 als freier Künstler und von 1952 bis 1955 als Lehrer an der städtischen Goethe-Schule. 1968 erhält Röhl den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein. Seine Tochter gründet 1997 in Weimar die Karl Peter Röhl Stiftung. Sie umfasst mehr als 5.400 Kunstwerke aus dem Privatnachlass des Künstlers, ebenso seine Handbibliothek sowie Schriften und Dokumente.