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Hermann Bachmann
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* 16. Januar 1922 in Halle/Saale; † 13. Januar 1995 in Karlsruhe
 
Deutscher Maler
 
Hermann Bachmann ist ein Vertreter der Halleschen Schule, die Maler der Nachkriegsmoderne vereinte, die sich auf verschiedene Art und Weise der dogmatischen Kulturpolitik der frühen DDR widersetzen. Der Maler gehört zu den bedeutenden Vertretern des typischen „Halleschen Graus“, das die Qualität der leuchtenden Farben aufwertet.
 
Bachmann absolviert an der Kunstgewerbeschule Offenbach von 1936 bis 1941eine Ausbildung zum Schriftsetzer und Gebrauchsgrafiker. In dieser Zeit nimmt er auch Privatunterricht im Aktzeichnen und Malen. Seine ersten Bilder werden 1939 in Halle ausgestellt. Nach seiner Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg hat Bachmann 1949 und 1950 Einzelausstellungen in seiner Heimatstadt. Seit 1949 verbinden ihn persönliche Kontakte mit den Malern Max Pechstein und Karl Hofer. Der Kunsthändler Rudolf Springer vermittelt ihm in Westberlin Ausstellungen und Verkäufe. Bachmann wird Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und nimmt 1952 an dessen Ausstellung in Köln teil. Nach heftigen Vorwürfen in der Formalismus-Debatte siedelt der freischaffende Maler 1953 nach Westberlin über. 1957 wird er Dozent an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, wo er 1961 zum Professor berufen wird. Ab 1977 lebt und arbeitet Bachmann in Berlin und Karlsruhe. 1987 wird er emeritiert.
 
Seine Kunst ist in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, so 2010 in der Ausstellung „Strandbilder. Mythos Hallesche Malerei“ im Kunstforum Halle. Gisela Bachmann, die Frau des Künstlers, übergibt 2011 der Stiftung Moritzburg in Halle 22 Spätwerke von Hermann Bachmann.
 
Werke des Künstlers befinden sich u.a. in der Nationalgalerie Berlin und der Berlinischen Galerie, im Moritzburgmuseum Halle/Saale sowie im Museum der bildenden Künste Leipzig.