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Hans Jüchser
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* 14. Juli 1894 in Chemnitz, † 13. August 1977 in Dresden
 
Deutscher Maler und Grafiker
 



Hans Jüchser gehört mit seiner lyrisch-verinnerlichten Bildsprache und den poetisch- schwingenden abstrakten Formen im Alterswerk zu den Hauptvertretern der Dresdner Malschule.
 
Jüchser absloviert von 1909 bis 1914 das Lehrerseminar in Stollberg (Erzgebirge). Während des Ersten Weltkriegs wird er zum Militärdienst eingezogen. Nach dem Besuch der Dresdner Kunstgewerbeschule studiert er von 1923 bis 1928 an der Kunstakademie der Stadt. Hier ist er Schüler von Otto Hettner und Ludwig von Hofmann, dessen Meisterschüler er ab 1926 ist. Nach dem Studium ist Jüchser als freischaffender Künstler tätig. 1929 tritt er der KPD bei.
 
Als Mitglied der Künstlervereinigung Dresden, der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO) und der Neuen Dresdner Secession stellt er regelmäßig aus. 1934 gehört er zur Gruppe der Sieben (mit Erich Fraaß, Otto Griebel, Karl Kröner, Paul Wilhelm und Fritz Winkler). Seine erste Einzelausstellung hat er 1935 in der Städtischen Kunstsammlung Duisburg. Die Nationalsozialisten beschlagnahmen 1937 sechs Werke von Jüchser als „entartete Kunst“. Der Künstler geht in die innere Emigration. 1940 wird er zur Wehrmacht eingezogen und 1949 aus Kriegsgefangenschaft entlassen. Wieder in Dresden, malt er ihm nahe stehende  Personen, oft seine Frau Helga. Zwischen 1950 und 1977 schafft  Jüchser ein umfangreiches Werk: Ölgemälde, Aquarelle, Monotypien sowie Grafiken, darunter Arbeiten zu biblischen Themen. Elf Arbeiten des Künstlers befinden sich in der Nationalgalerie Berlin, vier davon entstanden vor 1945.