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Gotthelf Schlotter
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* 24. Dezember 1922 in Hildesheim; † 4. August 2007 in Darmstadt
 
Deutscher Bildhauer
 
Gotthelf Schlotter, ein großer Meister der vielfigurigen Gruppe, erwirbt sich vor allem durch seine Tierplastiken Ansehen und Bekanntheit.
Schlotter, der jüngere Bruder des Malers Eberhard Schlotter, absolviert von 1938 bis 1941 eine Lehre bei seinem Vater, dem Holzbildhauer und Gewerbelehrer Heinrich Schlotter. Anschließend besucht er die Kunstgewerbeschule in Hildesheim. Während des Zweiten Weltkriegs wird er in der Schlacht von Stalingrad schwer verwundet und gerät in Kriegsgefangenschaft. 1946 kann er nur ein Jahr an der Münchner Kunstakademie studieren. Dann zwingt ihn die Not der Nachkriegszeit, in der Lüneburger Heide im Bauhandwerk und in der Landwirtschaft zu arbeiten. 1951 holt ihn sein Bruder nach Darmstadt, wo er von nun an als Bildhauer freischaffend tätig ist. Bald wendet er sich mit großer Konsequenz der Gestaltung von Tierplastiken zu. 1955 tritt er der Neuen Darmstädter Sezession bei, deren Vorstand er ab 1962 angehört. Bereits 1956 sind seine Werke in einer großen Ausstellung in der Villa Hügel in Essen zu sehen. Stipendien führen ihn in viele Länder Europas und nach Mexiko. 1972 wird ihm die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt zuteil, 1979 erhält er das Bundesverdienstkreuz.
Die bekanntesten Werke Schlotters sind der große Vogelbrunnen vor dem Vogelpark Walsrode und die Bronzeplastik für den Gewinner des „Kranichsteiner Literaturpreises“. Arbeiten des Künstlers befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen sowie auf Plätzen deutscher Städte.