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Edvard Frank
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* 6. September 1909 in Korschenbroich bei Neuss; † 24. Juli 1972 in Saarlouis
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Edvard Frank gehört zu den bedeutendsten Aquarellmalern des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1950 und 1965 behauptet er sich gegenüber der aktuellen abstrakten Kunst mit gegenstandsbezogenen Werken.
 
Frank schreibt sich nach Studienjahren in Trier und Köln im Herbst 1930 an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst in Berlin ein, wo er die Malklasse von Karl Hofer besucht. 1934/35 verbringt er ein Jahr in Rom. Die Eindrücke, die er hier von der Antike und der Klassischen Moderne aufnimmt, wirken sich auf sein späteres Schaffen aus. Sein Studium setzt Frank von 1936 bis 1940 fort. Auf die gesellschaftlichen Veränderungen in der Zeit der Hitlerdiktatur reagiert er mit innerer Emigration. Nach der Zerstörung seines Berliner Ateliers im Zweiten Weltkrieg lebt er ab 1945 in Rheinland-Pfalz. 1946 gehört er zu den Gründungsmitgliedern der Pfälzischen Sezession. Im Juli 1946 hat er eine Einzelausstellung in der Städtischen Kunstsammlung Baden-Baden und erfährt hohe Anerkennung, u.a. auch von Erich Heckel. Eigenwillige Farben, vor allem Orange und Violett, beherrschen jetzt seine Bilder. 1951 besucht Frank Italien und Frankreich, 1957 Griechenland. Das Lichterlebnis in den mediterranen Landschaften beeinflusst seine Formensprache und Farbpalette. Er löst die Bilder der Wirklichkeit in Traumbilder auf. Zwischen 1958 und 1971 unternimmt er zahlreiche Reisen in den Süden, u.a. nach Ischia. Ab 1968 wohnt er in Saarlouis.