Titel
Max Schwimmer
Beschreibung

* 9. Dezember 1895 in Leipzig; † 12. März 1960 in Leipzig
 
Deutscher Maler, Grafiker und Illustrator
 
Max Schwimmer gehört als expressiver Realist zu den bedeutenden deutschen Grafikern.
Nach Abschluss eines Lehrerseminars in Leipzig ist er im Schuldienst tätig. Er studiert nach Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg an der Leipziger Universität von 1920 bis 1923 Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit beginnt er bildkünstlerisch zu arbeiten. Die dafür notwendigen Fähigkeiten eignet er sich autodidaktisch an. Erste grafische Arbeiten liefert er für die politische und literarische Zeitschrift „Die Aktion“. 1924 nimmt er auf der Insel Ischia an einem Sommerkurs von Hans Purrmann teil. Im Jahr darauf beginnt er seine Tätigkeit für die „Leipziger Volkszeitung“; seine politischen Karikaturen und Reportage-Illustrationen werden populär. Ab 1926 unterrichtet er an der Kunstgewerbeschule Leipzig. Die Nationalsozialisten entlassen ihn 1933 aus dem Lehramt und belegen ihn zeitweilig mit Ausstellungsverbot. Schwimmer wendet sich daraufhin der Buchillustration zu. Im Zweiten Weltkrieg wird er 1944 zur Wehrmacht eingezogen. Bomben zerstören seine Wohnung und sein Atelier. 1946 wird er Professor und Prorektor an der heutigen Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig. Nach einer Kampagne gegen seine künstlerischen Auffassungen verlässt er 1950 die Hochschule. Von 1951 bis an sein Lebensende leitet er die Abteilung Grafik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.