Titel
Lotte Laserstein
Beschreibung

* 28. November 1898 in Preußisch Holland (Ostpreußen); † 21. Januar 1993 in Kalmar (Schweden)
 
Deutsch-schwedische Malerin
 
Lotte Laserstein gilt in der Weimarer Republik als „leuchtendes Talent“. In meisterhaften Bildern, die der Neuen Sachlichkeit nahe stehen, hält sie Stadtmotive, Persönlichkeiten und Charaktere des modernen Berlin fest. Ihr Œuvre umfasst rund 10.000 Arbeiten.
 
Lotte Laserstein beginnt ihre Kunstausbildung 1910 in der Kunstschule ihrer Tante in Danzig. In Berlin besucht sie von 1922 bis 1927 die Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst, die sie als eine der ersten Frauen als Meisterschülerin abschließt. 1925 eröffnet Lotte Laserstein eine eigene Malschule. Mit dem Gemälde „Russisches Mädchen mit Puderdose“ beteiligt sie sich 1928 am Wettbewerb „Das schönste deutsche Frauenporträt“. Das Bild kommt in die Endrunde und wird in der Berliner Galerie Gurlitt ausgestellt. Von 1929 bis 1934 ist Lotte Laserstein Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen. Sie nimmt an dessen Ausstellungen teil und arbeitet von 1930 bis 1932 im Vereinsvorstand mit. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verschlechtern sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen für sie. Die Künstlerin emigriert 1937 nach Schweden, wo sie ihre künstlerische Arbeit fortsetzt. Studienreisen führen sie in viele Länder. Internationale Anerkennung erhält Lotte Laserstein 1987 mit einer Ausstellung in London. In Berlin findet 2003/2004 im Ephraim-Palais die erste Laserstein-Ausstellung in Deutschland nach 1945 statt. Im Jahr 2010 erwirbt die Nationalgalerie Berlin eines ihrer Hauptwerke, „Abend über Potsdam“ von 1930. Das Frankfurter Städel Museum kauft 2014 das Gemälde „Russisches Mädchen mit Puderdose“ an. Des Weiteren befinden sich Arbeiten der Malerin u. a. im Deutschen Historischen Museum und im National Museum of Women in the Arts in Washington.