Projekttitel
Horst Bartnig
Objektbeschreibung

*1936 Militsch (Niederschlesien) – † 2025 Berlin
 
Maler und Grafiker
 
Horst Bartnig gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Konkreten Kunst im wiedervereinigten Deutschland. In der bildenden Kunst der DDR war er mit seinem Schaffen eine Ausnahmeerscheinung. Konsequent entwickelte er eine Bildsprache, die durch ihren klaren, nachvollziehbaren Aufbau mit Absicht Zufälligkeiten und eine persönliche Handschrift ausschloss.
 
Seine auf mathematisch-geometrischer Logik, Farbtheorie und serieller Ordnung beruhende Kunst begünstigte das Entstehen von Variationen und Werkserien. Bartnigs Bilder spiegeln ein System von endlos scheinenden Kombinationen geometrischer Formen wider. Der starke optische Eindruck geht u.a. auf Symmetrien, Ordnungsprinzipien, Rhythmisierung und Farbaustausch zurück. Obwohl der Künstler für seine Bildideen auch computergestützte Verfahren nutzte, schuf er mit Farbe und Leinwand ein eigenständiges Werk. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden die Gruppen Relationen, Variationen, Unterbrechungen und Quadratbilder.
 

Horst Bartnig demonstrierte künstlerische Autonomie innerhalb des DDR-Kunstbetriebs, der auf den sozialistischen Realismus ausgerichtet war. Mit seinem Schaffen trug er zur Vielfalt der Malerei in der DDR bei. Die jüngste Ausstellung mit seinen Werken fand von November 2025 bis März 2026 im Mies-van-der-Rohe-Haus in Berlin statt.
 
Werke des Künstlers befinden sich in bedeutenden Museen, u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, der Berlinischen Galerie, der Bundeskunstsammlung und dem Museum für Konstruktive und Konkrete Kunst in Zürich sowie in öffentlichen und privaten Sammlungen. Die jüngste Ausstellung mit seinen Werken fand von November 2025 bis März 2026 im Mies-van-der-Rohe-Haus in Berlin statt.