Projekttitel
Fritz Kronenberg
Objektbeschreibung

* 13. Februar 1901 in Köln; † 4. April 1960 in Hamburg
 
Maler und Grafiker
 
Fritz Kronenberg gehört der Hamburgischen Sezession von 1931 bis zur erzwungenen Auflösung der Künstlervereinigung im Jahr 1933 als eines ihrer führenden Mitglieder an. Immer wieder – und oft gemeinsam mit seinem Malerfreund Emil Maetzel – sucht Kronenberg in der weiten norddeutschen Landschaft das Naturerlebnis. Aus der unmittelbaren Anschauung entstehen Aquarelle, wie das Blatt „Treene“, das auf einen Aufenthalt des Künstlers an diesem Nebenfluss der Eider zurückgeht. Darüber hinaus zeichnet er eine Vielzahl von Skizzen, die ihm als Inspiration für seine Ölbilder dienen.
Kronenberg besucht 1919 die Kunstgewerbeschule in Köln und studiert von 1920 bis 1923 an den Kunstakademien in Düsseldorf und Karlsruhe. Anschließend bereist er mehrere Länder; die Reisefreude behält er sein Leben lang bei. In Paris, wo er 1925 für längere Zeit weilt, beschäftigt er sich insbesondere mit den kubistischen Werken von Pablo Picasso, Juan Gris und George Braque, die die dreidimensionale Umwelt in ein zweidimensionales Bild übersetzen und dabei die verschiedenen Ansichten eines Motivs beibehalten. 1927 siedelt Kronenberg nach Hamburg über, wo er als freischaffender Maler tätig ist. Im Jahr darauf nimmt der Künstler zunächst als Gast an der 8. Ausstellung der Hamburgischen Sezession teil, bevor er 1931 deren reguläres Mitglied wird.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zieht sich Kronenberg aus dem Kunstbetrieb zurück. 1936 beginnt seine Zusammenarbeit mit der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, die Teile seines umfangreichen grafischen Werks verlegt. Während der NS-Propaganda-Aktion „Entartete Kunst“ werden 1937 Bilder des Künstlers aus dem Museum für Kunst und Gewerbe und der Hamburger Kunsthalle beschlagnahmt. 1943 zerstört ein Bombenangriff die Wohnung und das Atelier des Malers. Nach der Neugründung der Hamburgischen Sezession 1945 wird Kronenberg wieder Mitglied. In der repräsentativen Mannheimer Ausstellung „Gegenstandslose Malerei in Deutschland“ im Jahr 1952 ist er vertreten. 1953 wird er Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Ab Mitte der 1950er Jahre moderiert er beim NDR die Serie „Malen mit Fritz Kronenberg“. Bilder des Malers befinden sich u.a. im Kunstgewerbemuseum Hamburg, in der Hamburger Kunsthalle, im Museumsberg Flensburg, in den Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf und in privaten Sammlungen.