Projekttitel
Dorothea Maetzel-Johannsen
Objektbeschreibung

* 6. Februar 1886 in Lensahn (Holstein); † 8. Februar 1930 in Hamburg
 
Malerin und Grafikerin
 
Dorothea Maetzel-Johannsen gehört gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Maler und Architekten Emil Maetzel, 1919 zu den Mitbegründern und führenden Persönlichkeiten der Hamburgischen Sezession. Anregungen für ihre künstlerische Arbeit findet sie bei den Künstlern der Brücke, in den Werken Paul Cézannes und der französischen Kubisten. Ab 1919 beteiligt sie sich regelmäßig an den Ausstellungen der Hamburgischen Sezession. Zwischen 1919 und 1921 entsteht ihr expressionistisches Hauptwerk, das sich durch eine unverwechselbar persönliche Bildsprache innerhalb des Expressionismus auszeichnet. Mit diesen Werken, in denen trotz kantiger Formen und dynamischer Komposition eine lyrische Stimmung mitschwingt, geht sie in die Hamburger Kunstgeschichte ein.
 
1923 und 1924 realisiert die Malerin in der Kunsthalle Hamburg als Auftragsarbeit vier große Wandbilder. Ab Mitte der 1920er Jahre nimmt sie behutsam stilistische Elemente der Neuen Sachlichkeit in ihre Kunst auf. 1931 richtet der Hamburger Kunstverein eine Gedächtnisausstellung für sie mit 120 Werken aus. Während der NS-Diktatur gilt ihre Kunst als „entartet“. Nur durch Zufall bleiben die von ihr geschaffenen Wandbilder in der Kunsthalle vor dem Zugriff der Nationalsozialisten bewahrt. Der Kunstverein Hamburg zeigt 1958 eine Ausstellung mit Bildern des Künstlerehepaars. 2019/20 sind Werke beider Künstler in der Ausstellung „100 Jahre Hamburgische Sezession“ in der Hamburger Kunsthalle vertreten. Arbeiten von Dorothea Maetzel-Johannsen sind in internationalen und nationalen sowie in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.